Privatpersonen

"Wenn die Zeit die Wunden nicht heilt!" 
(Akute Emotionale- sowie Stress Induzierte Belastungs Störung)

Jeder Mensch, jeder von uns fühlt sich tausendfach im Laufe seines Arbeits- und Privatlebens „beschämt“, "getroffen", "verärgert" oder "erschüttert". Nahezu täglich sind wir mal wütend, mal beleidigt oder erschrocken. Doch sind wir es auch gewohnt, dass "der Ärger verfliegt, die "Wut verraucht" oder dass wir über "den Schreck hinwegkommen", Die subjektiv als unangenehm erlebten Emotionen gelten als verarbeitet, wenn der Körper sich wieder ausgeglichen bei der Erinnerung an das auslösende Ereignis fühlt.

Wenn wir die täglichen Nachrichten hören oder lesen, wir lesen über Flugzeugabstürze. Krankheiten und Gewalttaten, ohne dass Ihr Herz klopft oder dass Sie Schweißausbrüche bekommen. Das Gehirn bzw. das limbische System - verarbeiten die Information auf der Wahrnehmungsebene. Auf dieser Ebene bewerten wir auch die Ereignisse. Natürlich verurteilen wir einen Gewalttäter oder überlegen, ob wir für die Erdbebenopfer spenden wollen. Aber unsere Amygdala bleibt dabei oft erstaunlich ruhig. Dieser nahezu unscheinbare Gehirnteil - klein wie ein Mandelkern - wird von einigen Gehirnforschern sehr treffend als "Alarmglocke des Gehirns" beschrieben. Bewertet unsere instinktive Wahrnehmung einen hereinkommenden Sinnesreiz als bedrohlich oder belastend, sorgen diese Mandel kerne - es gibt sie als Paar im Gehirn - bei Bedrohung und Belastung für die Ausschüttung einer Extradosis an Stresshormonen. Jeder weiß, wie sich der berühmte "Adrenalinstoß" anfühlt.

Wir alle haben schon erlebt, dass wir nach einigen Tagen Abstand sogar über Ärger oder Schrecksekunden lachen können. Das "Alarmglöckchen" hat sich beruhigt: Das Gefühl "verfliegt", die Erinnerung hingegen kann durchaus erhalten bleiben. So können wir im Leben eine Fülle von Lernerfahrungen machen, ohne bei jedem Schreck immer starrer oder bei jedem Ärger immer verkrampfter zu werden. Wäre das der Fall, könnten wir uns vor lauter angestautem Unbehagen nach einigen Jahren nicht mehr rühren. In den meisten Fällen bauen wir in unserem Leben Stress, Angst und Aufregung durch unsere mentalen Eigenkräfte ab. Wir pendeln uns ganz von allein wieder auf unser seelisches Gleichgewicht ein bzw. kommen über "die Sache hinweg". Zwar vergessen wir das Ereignis nicht, erleben es aber ganz deutlich als zur Vergangenheit gehörend.

Themen:

  1. AlltagsBewältigung
  2. LebensKrisen - LebensBewältigung
  3. VerganganheitsBewältigung
  4. ZukunftsBewältigung