Belastungsstörungen (BS)

Chronischer Dauerstress führt zu Emotionalen und Körperlichen BelastungsStörungen. Er sind bei den Störungen nicht nur Herzbeschwerden und Magengeschwüren, sondern Dauerstress hat auch langfristige Auswirkungen auf das Gehirn. Forschungen zeigen, Dauerstress lässt das Gehirnvolumen und die Verästelungen eines Menschen schrumpfen!

Die Bewältigung der vielseitigen Anforderungen in unterschiedlichen Lebenswelten, wie Schule, das Studium, der Beruf oder das  Privatleben ist oft mit Stress verbunden. Was passiert bei hoher Anforderung? Die Angst steigt,  der Schweiß fließt in Strömen, nasse Hände, das Herz rast wie verrückt, die Sprache versagt, die Beine werden weich, der Magen rebelliert,

Dauerhafter Stress und hohe Belastungen sind nicht unbedingt gleich gesundheitsschädigend. Damit Stress aber keine signifikanten gesundheitlichen Auswirkungen hat, muss nach einer Stressphase immer wieder eine ausreichend lange Erholungsphase folgen. Wird Stress dagegen zu einer Dauerbelastung und somit zu einer BelastungsStörung, kann er die gesamte Leistungsfähigkeit einschränken und sich negativ auf die Gesundheit aber auch auf das Gehirn auswirken.

Ausgerechnet beim wichtigsten Organ wirkt sich der Dauerstress so schleichend aus, dass die betroffenen Menschen es zuerst gar nicht merken. Dauerstress hat im Gehirn dramatischere Folgen als bisher angenommen worden ist. Die durch die dauerhafte BelastungsStörung entstehenden Stresshormone beeinflussen nicht nur den Körper, lösen etwa Zittern, Erschöpfungszustände etc. aus, sondern verändern auch das Gehirn. In gewissen Bereichen unseres Gehirns schrumpft nachweisbar die Struktur und die Verästelungen werden weniger. Die Erlebnisse bleiben im Limbischen System als emotionale Fragmente hängen und können keiner realen Zuordnung im Gehirn zugefügt werden. Somit bleiben Stresstriggerpunkte im System, was die Amygdala in Daueralarmbereitschaft setzt.

Da Stress ursprünglich – also in der Evolutionsgeschichte - meist durch akute Bedrohungen ausgelöst wurde, hat unser Körper ein limbisches Stressreaktions-Programm entwickelt, was ihn in Stresssituationen mit gezielten Energien versorgt, unnötige Mechanismen abschaltet (z.B. Sprache und Denken), die ihm helfen, zu flüchten, sich totstellen oder zu kämpfen. Diese Mechanismen waren überlebensnotwendig, wenn Menschen z.B. einem Säbelzahntiger begegneten. Dieses uralte oft lebensrettende Programm läuft auch heute noch ab (obwohl wir dem Säbelzahntiger nicht begegnen), wenn wir Stress erleben. Leider ist es zur Bewältigung von z.B. Prüfungen oder Konflikten völlig ungeeignet, da diese Situationen weder mit Flucht, totstellen noch mit Kampf zu bewältigen sind. Die Folge ist, dass die Energien, die vom Körper bereitgestellt werden, nicht verbraucht werden und sich auch im Körper anstauen.

Ein besonderes Problem entsteht, wenn Stressoren über lange Zeit hinweg bestehen oder immer wieder erneut auftreten. Dann gelingt es dem Körper selbst in Erholungsphasen nicht mehr auf ein Ruheniveau zurückzuschalten. Dies kann z.T. deutliche gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen: von einer Schwächung der Immunkompetenz und somit einer höheren Anfälligkeit für Infektionskrankheiten über die Verstopfung der Blutbahn (durch Fett, Zucker und verklumpende Blutplättchen) bis hin zu Gefäßverschluss in Herz, Lunge oder Gehirn. Auch negative Auswirkungen auf den Verlauf von Krankheiten, die ursächlich nichts mit Stress zu tun haben (z.B. Allergien), sind möglich.

Unglücklicherweise verstärken ungeeignete aber weit verbreitete Stressbewältigungsversuche wie z.B. übermäßiges Rauchen, Alkohol, Tabletten, unregelmäßige Essgewohnheiten oder mangelnde körperliche Bewegung, die  negativen gesundheitlichen Folgen zusätzlich.