Mini - Post Traumatische Belastungs Störung (Mini-PTBS)

Aus seiner SIBS kann sich eine Mini PTBS sowie depressive Störung entwickeln!

Mini – PTBS, depressive BelastungsStörung oder auch Depressionen sind sehr vielschichtig und fast jeder Mensch hatte bereits depressive Symptome wie Antriebslosigkeit, Traurigkeit oder Niedergeschlagenheit. Es ist durchaus normal, auf Enttäuschungen, Verletzungen und Verluste (z. B. Arbeitsplatz, Partner) mit einer depressiven Verstimmung zu reagieren. Diese ist im Allgemeinen nur vorübergehend und hat meist einen bestimmten Anlass. Wenn die Symptome einer Depression allerdings eine bestimmte Dauer und Intensität überschreiten spricht man von einer behandlungsbedürftigen depressiven Störung. Vor allem in unserer industrialisierten und schnelllebigen Gesellschaft sind depressive Störungen sehr verbreitet. Sie ziehen sich durch alle Gesellschaftsschichten und sind unabhängig vom Geschlecht, Alter und sozialem Stand.

 Die depressive Störung kann sich in vielen körperlichen und psychischen Symptomen äußern die der Erkrankte anfangs oft nicht direkt einer Depression zuordnet. Wenn der Leidensdruck jedoch zunimmt und die Niedergeschlagenheit, Trauer und innere Leere zum Dauerzustand wird, beginnen die meisten Menschen sich mit dem Thema Depression zu beschäftigen.

Es ist schwierig aus dem Kreislauf der negativen Gedanken heraus zu kommen da meist viel zu schnell Medikamente verabreicht werden die dann wiederum Nebenwirkungen hervorrufen. Es gibt verschiedene Selbsthilfe Maßnahmen die bei leichten und mittleren Depressionen sehr hilfreich sein können und nicht unbedingt einer Einnahme von Antidepressiva bedürfen.

  • vermehrtes Schlafbedürfnis oder Schlaflosigkeit über den gesamten Zeitraum
  • Niedergeschlagenheit und depressive Stimmung (innere Leere, Trauer ) an fast allen Tagen Ruhelosigkeit und/oder Antriebslosigkeit an nahezu allen Tagen
  • verminderte Freude oder  Interessenverlust an allen bzw. fast allen Aktivitäten an den meisten Tagen
  • Zu- oder Abnahme von Körpergewicht durch gesteigerten Appetit oder Appetitlosigkeit, Antriebslosigkeit und/oder Müdigkeit an fast allen Tagen
  • Gefühl von Wertlosigkeit und unangemessene Schuldgefühle während der meisten Zeit
  • verringerte Entscheidungsfähigkeit und/oder Konzentrationsschwierigkeiten an den meisten Tagen
  • Selbstmordgedanken, Todesphantasien

Seelische Narben die bleiben!

Man versteht unter dem Begriff Mini - Posttraumatische BelastungsStörung (Mini-PTBS) die Entstehung einer verzögerten Reaktion auf ein belastendes einmaliges oder wiederkehrendes negatives Erlebnis. Menschen, die in ihrer Vergangenheit schlimme Erlebnisse hatten, z.B. Missbrauch in Form von wiederkehrenden Demütigungen oder auch sexuellem Missbrauch, schwere Verkehrsunfälle, Kriegserlebnisse, Naturkatastrophen, Tod eines geliebten Menschen, Trennung, Scheidung, Trennung der Eltern kann bei Kindern zu einer Mini – PTBS oder PTBS führen.

Sowie Erlebnisse oder Situationen die von der Normalität abweichen, können derartige Reaktionen auslösen. Einmalig belastende Erlebnisse finden wir beispielsweise als Zeuge oder Ersthelfer bei schweren Verkehrsunfällen oder eines Amoklaufs, wiederkehrende oder fortlaufende Erlebnisse sind beispielsweise emotionale Folter, Mobbing, Missbrauch oder Gewaltauseinandersetzungen. Letztgenannte Ereignisse betreffen vor allem Soldaten. Während kriegerischer Auseinandersetzungen werden Soldaten immer wieder mit schweren Schicksalen, Verwundung und Tod konfrontiert.

Ständige Anspannung während des Einsatzes kann dazu beitragen, das Erlebte nicht verarbeiten zu können. Erst nachdem der Einsatz beendet ist, kommt der Betroffene zur Ruhe. Das ist der Zeitpunkt an dem das Erlebnis neu erlebt werden kann. Wenn das Ereignis nicht bewältigt wird, kann das zu PTBS führen.

Symptome für die Entwicklung einer Mini-PTBS oder PTBS sind Schreckhaftigkeit, Schlafstörungen, Albträume, Aggressivität, Ablehnung sowie Schuld- und Schamgefühle. Betroffene kapseln sich vom sozialen Umfeld ab, machen Überstunden, vermeiden Kontakt zu Familie und Freunden. Viele Menschen leiden unter einer sogenannten Mini - PTBS. Es fällt ihnen schwer mit Problemen umzugehen, die andere Menschen mit einem Schulterzucken erwidern ohne sich davon gedanklich auffressen zu lassen. Menschen jedoch, die unter diesem Syndrom leiden, leiden noch zusätzlich unter einem depressiven Syndrom.

Die Ursachen einer Mini - PTBS sind vielfältig, kommen die Betroffenen jedoch in eine Auslöser Situation, auch Trigger genannt, kann unter Umständen ihr Leben davon bedroht sein. In allen genannten Fällen ist es ratsam sich professionelle Hilfe zu holen, denn die meisten der Betroffenen kommen kaum alleine mit dem Erlebten zurecht. Die Realität sieht hier jedoch meist anders aus. Viele Menschen sprechen nicht darüber, meist sind sie sich nicht einmal bewusst, was ihnen das Leben so schwer macht.

Mini - PTBS Auslöser oder auch Trigger:

Die Auslöser können unterschiedlich sein. Bei manchen Menschen reicht bereits eine Berührung, ein Blick oder eine Begebenheit, die mit dem ursprünglichen Erlebnis überhaupt nichts zu tun hat, wie z.B. Existenzangst, oft in unserer heutigen Zeit ausgelöst durch ALGII, jedoch dieselbe Angst der Hilflosigkeit hochkommen lässt.

Die Betroffenen fühlen sich in die Enge getrieben, wie gelähmt, sehen keinen Ausweg aus ihrer Situation, die Angst hält sie fest im Griff. Es ist ein Gefühl für das es kein Wort gibt; Menschen, die unter einer Mini - PTBS leiden, wissen jedoch was gemeint ist. Ausdrücken kann man es auch so: man hat Angst vor der Angst, also Angst vor einer auslösenden Situation, diese nicht zu überleben, aber wenn die Situation da ist, die Angst einen erfasst, hat man Angst es zu überleben, weil man aus seiner Not, seinem Trauma keinen Ausweg sieht und weiß, dass es einen immer wieder einholen kann, einfach so.

Es ist ein Teufelskreislauf über die Jahre, wenn man sich dessen bewusst ist, was da mit einem los ist, kann man allmählich lernen damit umzugehen. Die Abstände werden länger, dennoch bleibt die Belastungsstörung. Wie bereits erwähnt, die kleinsten oder aber auch wirklich bedrohlichen Situationen führen wieder in die Angst: ein  Teufelskreislauf.

Beispiele einer die zu einer ausgeprägten BelastungsStörung führen können.

Diese Störungen „entstehen immer als direkte Folge der akuten schweren Belastung ... Das belastende Ereignis oder die andauernde, unangenehme Situation sind der primäre und ausschlaggebende Kausalfaktor, und die Störung wäre ohne seine Einwirkung nicht entstanden”.

  • Eine ganze Schulklasse muß hilflos zusehen, wie ein Mitschüler den Lehrer ersticht: Dreißig Schüler sind wie versteinert, leiden an Schuldgefühlen und Angstzuständen.
  • Bei einem Flugzeugunglück sterben viele Menschen: Die Überlebenden können die Bilder des Schreckens nicht mehr vergessen.
  • Ein ICE entgleist bei 220 Stundenkilometern,
    dutzende Tote sind bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt:  Überlebende, Angehörige und Helfer sind schwer traumatisiert.

Für Opfer oder Beteiligte an Überfällen, Geiselnahmen, Unfällen oder Vergewaltigungen ist die Welt von einer Sekunde auf die nächste nicht mehr in Ordnung.

  • Zentrales Gefühl ist die Hilflosigkeit (nicht gemeint sind: Streß, Angst, Trauer)
  • Selbstvertrauen und Vertrauen werden erschüttert
  • Schuld: Gefühl, für das Ereignis oder seinen Ausgang verantwortlich zu sein
  • Ärger: Gefühl der Ungerechtigkeit oder Verletzung persönlicher Regeln durch Andere
  • Scham: Gefühl, eigene bedeutsame Regeln verletzt zu haben
  • Trauer: Gefühl etwas Bedeutsames verloren zu haben
  • Flashbacks: Man handelt oder fühlt so, als ob sich das traumatisierende Ereignis gerade (wieder) ereignen würde (dazu gehört z. B. das Gefühl, das Ereignis wiederzuerleben - 'ein Film läuft immer in mir ab' - , Illusionen, Halluzinationen.