Vulnerabilitäs-Stress Modell

Das Vulnerabilitäts-Stress-Modell ist die Grundlage einer Erklärung warum Menschen unterschiedlich ausgeprägt auf Stress reagieren. Es gibt Aufschluss über die Verletzlichkeit eines Menschen und die damit zusammenhängende Anfälligkeit für eine Stress Induzierten Belastungs Störung.

Mit dem „Vulnerabilität-Stress-Modell” (Vulnerabilität = Anfälligkeit für eine Krankheit) ist die Anfälligkeit gemeint, in stressigen Lebensabschnitten mit unterschiedlichen Belastungssymptomen zu reagieren. Die Anfälligkeit besteht bei allen Menschen, ist aber erhöht, wenn verschiedene Vulnerabilitätsfaktoren zusammenkommen. Stressige Lebensabschnitte sind z. B. Pubertät, Schulabschluss, Heirat, Verlust eines nahestehenden Menschen, Schwangerschaft oder kritische Lebensereignisse.

Wenn diese Belastungen mit einer Vulnerabilität und nicht ausreichenden Bewältigungsmöglichkeiten zusammenfallen, können sie bei entsprechender Neigung zu psychotischen Symptomen führen. Trotzdem kann durch die schützende Wirkung anderer Faktoren (z. B. gute soziale Einbindung, gutes Funktionsniveau, gute Bewältigungsfähigkeiten) der Ausbruch der Psychose ausbleiben, so dass eine Erkrankung nicht unausweichlich ist.

Im Vulnerabilitäts-Stress-Modell wird die individuelle Verletzlichkeit mit einem Fass beschrieben, das unterschiedlich schnell zum Überlaufen gebracht werden kann. Das Wasser, mit welchem das Fass befüllt wird, soll dabei beruflichen und privaten Stress sowie soziale Belastungen darstellen. Jeder Mensch hat ein unterschiedlich großes Fassungsvermögen und ist daher unterschiedlich belastbar. Hat das Fass einen höheren Boden, zeigt dies die hohe Vulnerabilität eines Menschen an.

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